Kurze Laufzeiten mit Beginn in der Zukunft
Ein Forward Rate Agreement (FRA) ist ein Vertrag, der heute geschlossen wird, aber erst in der Zukunft beginnt, und in dem kurzfristige Zinsen für eine bestimme Laufzeit auf ein festgelegtes Nominal festgeschrieben werden. Dabei wird am Ende der vereinbarten Zeit die Differenz zwischen dem vereinbarten Zinssatz und dem dann tatsächlich gehandelten Zinssatz auf den Nominalbetrag ausgetauscht. Die Laufzeiten sind meist kurz bis mittel lang. Die gängigsten FRA Laufzeiten sind:
Beispiel: FRAs auf den 3-Monats-Euribor
Für Händler und Investoren, die den 3-Monats-Euribor einlocken möchten:
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Als Referenz: Der 3-Monats-Euribor am 15.9.2016 lag bei -0,301%.
Beispiel: FRAs auf den 6-Monats-Euribor
Wenn man den 6-Monats-Euribor einlocken möchte:
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Als Referenz: Der 6-Monats-Euribor am 15.9.2016 lag bei -0,199%.
FRAs werden gekauft und verkauft
Bei einem FRA wird heute festgelegt, zu welchem Zinssatz man zu einem festgelegten, zukünftigen Zeitpunkt Geld tauscht. Im Unterschied zu einem normalen Zinsswap wird hier nur einmalig Geld getauscht, und zwar der Barwert des Geschäfts. Wenn jemand den FRA “kauft”, meint er damit, dass er den festgelegten, fixen Satz bezahlt. Der “Verkäufer” des FRAs hingegen nimmt die variable Seite ein. Nach der vereinbarten Laufzeit wird der vereinbarte FRA Satz mit dem aktuellen variablen Satz (z.B. der jeweilige Euribor Satz) verglichen. Liegt der vereinbarte FRA Satz nun höher als der Euribor Satz, muss der “Käufer” dem “Verkäufer” die Differenz bezahlen. Liegt der FRA Satz hingegen unter dem Euribor, so muss der Verkäufer dem Käufer die Differenz, immer bezogen auf den vereinbarten Nominalbetrag, bezahlen.